Elektrounfallstatistik 2013

 

Unfallursache verletzt tod Gesamt
       
nicht ausgeschaltet, nicht spannungslos 19   19
nicht auf spannungslosigkeit geprüft 3   3
sonstige Mängel der Anlage 38   38
Kurzschluß (erzeugt mit Werkzeug, Schrauben) 21 2 23
Blitz 6   6
Gedankenlosigkeit, Unvorsichtigkeit 31 2 33
sonstige 1 1 2
unbekannt 13   13
offene Lampenfassung, Sicherung 1   1
spg.führende Teile bzw. nicht geerdete 1   1
Leitungsrisse, herabhängende Drähte 4   4
Überschläge (nicht auf den Verletzten) 4   4
mangelhafte Isolation, Leitung 5   5
nicht gesichert gegen Einschaltung 2   2
mangelhafte Werkzeuge (ohne Gummihandschuh) 1   1
       
 Gesamt 150 5 155

 

Um diese Statistik zu verbessern, Tote und Verletzte zu vermeiden, wurde eine Norm geschaffen um die elektrischen Anlagen sicherer zu machen.

 

Auszug aus der Norm ÖNORM ÖVE 8001-6-61

4.1 Jede elektrische Anlage muss je nach Zweckmäßigkeit während der Errichtung und/oder bei Fertigstellung bevor
sie in bestimmungsgemäßen Betrieb genommen wird, geprüft werden. Sie muss vor Inbetriebnahme geprüft werden, um
nachzuweisen, dass die Anforderungen der jeweils zutreffenden technischen Bestimmungen erfüllt sind.

Auszug aus der Norm ÖNORM ÖVE 8001-6-62

4.1.1 Elektrische Anlagen sind nach Maßgabe der folgenden Anforderungen Wiederkehrenden Prüfungen oder erforderlichenfalls einer Außerordentlichen Prüfung zu unterziehen.
4.1.2 Wiederkehrende und Außerordentliche Prüfungen an elektrischen Anlagen müssen nach Maßgabe eines vertretbaren Aufvvandes jedoch entsprechend den Mindestanforderungen dieser ÖVE/ÖNORM so durchgeführt werden, dass die Sicherheit der Anlage und aller dazugehörenden Teile nachgewiesen wird.
4.1.3 Elektrische Anlagen sind mit Sorgfalt zu besichtigen, um in Verbindung mit Erproben und Messen den Nachweis zu erbringen, dass


(1) der Schutz von Personen und Nutztieren gegen elektrischen Schlag und gegen Verbrennungen gegeben ist,
(2) der Sachschutz gegen Beschädigung durch Brand und Hitze zufolge des Anlagenbetriebes gegeben ist,
(3) die Sicherheit weder durch Beschädigung noch durch Alterung der Anlage unzulässig beeinträchtigt ist und
(4) Anlagendefekte und Abweichungen von den Anforderungen der Errichtungsbestimmungen erfasst werden.


4.1.4 Die Prüfungen müssen so durchgeführt werden, dass es dadurch auch bei Anlagenfehlern weder zur Gefährdung von Personen oder Nutztieren kommt, noch dass Schäden an Betriebsmitteln oder an nicht zur Anlage gehörenden Sachgütern entstehen.

Auszug aus der Norm ÖNORM ÖVE 8001-6-63

4.1.1 Ziel dieser ÖVE/ÖNORM ist es, dass für jede elektrische Anlage ein auf aktuellem Stand gehaltenes Anlagenbuch bzw. Ersatzanlagenbuch in deutscher Sprache vorhanden ist.
4.1.2 Anlagenbuch bzw. Ersatzanlagenbuch und Prüfbefunde sind geeignet zusammenzustellen und zu unterzeichnen.
4.2 Dokumentation der Erstprüfung Nach Durchführung der Prüfung gemäß ÖVE/ÖNORM E 8001-6-61 ist ein Anlagenbuch, welches eine detaillierte
Anlagendokumentation und den Prüfbefund enthalten muss, dem Auftraggeber nachweislich zu übergeben.